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Das Inserm CépiDc und Jouve: Die Digitalisierung vertraulicher Daten über medizinische Todesursachen

 

M. Gérard Pavillon, Ingénieur de recherche, responsable du projet à l'Inserm CépiD

M. Gérard Pavillon
Entwicklungsingenieur und Projektleiter bei Inserm CépiDc

Inserm, das Nationale Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung in Frankreich, bescheinigt die medizinischen Todesursachen auf dem elektronischen Weg. Dieser Prozess garantiert eine optimale Überwachung und ermöglicht Inserm im Fall von Gesundheitswarnungen schneller zu reagieren.

Können Sie beschreiben, wie es zu diesem strategischen Projekt gekommen ist?

Gérard Pavillon, Entwicklungsingenieur und Projektleiter bei Inserm CépiDc: Die Bescheinigung von medizinischen Todesursachen basierte ursprünglich auf der Weitergabe von Papierdokumenten vom Arzt zum Rathaus, vom Rathaus zur Direction départementale des Affaires sanitaires et sociales (DDASS) und zum Institut national de la statistique et des études économiques und von der DDASS zu Inserm. Dieses Verfahren hat zu Problemen im Hinblick auf Zeit, Zuverlässigkeit, Reaktionsfähigkeit und Vertraulichkeit geführt.

Inserm und die Generaldirektion Gesundheit wollten diesen Übertragungsprozess weiterentwickeln lassen und haben die Jouve-Gruppe mit der Einrichtung eines Televerfahrens mit elektronischer Bescheinigung beauftragt.

Welches waren die Hauptherausforderungen?

Gérard Pavillon: Das Centre d'épidémiologie sur les causes médicales de décès (CépiDc) wollte die medizinischen Todesursachen für Überwachungszwecke verfügbar machen. Unser Hauptziel war, die Höhe der Sterblichkeit innerhalb weniger Minuten zu messen und epidemiologische Werte an die Standorte Jouve 1 oder Jouve 2 weitergeben zu können.

Im Rahmen dieses Projekts wollte Inserm auch Ärzte an dieser Lösung beteiligen, sodass sie Todesbescheinigungen ohne Zeitverlust durch Ausfüllen eines Papierdokuments online abgeben können.

Welche Lösung haben Sie für dieses Großprojekt ausgewählt?

Gérard Pavillon:  Jouve hat eine gesicherte Anwendung für die Online-Erfassung von Todesbescheinigungen, für das Sammeln von Informationen sowie für die anonyme Wiedergabe bei den verschiedenen Einrichtungen entwickelt. Die Experten von Jouve haben auch die grafische und ergonomische Konzeption der Anwendung übernommen. Die Ergonomie der Anwendung sollte zugleich die Erfassung von administrativen Informationen vereinfachen und die aktuellen Arbeitsmethoden berücksichtigen.

Die von Jouve erstellte grafische Benutzeroberfläche ist benutzerfreundlich und lässt sich intuitiv nutzen. Dank ihr war es möglich, die Nutzung des Tools durch Ärzte zu erleichtern und sie bei diesem Wechsel zu unterstützen. Wenn man die Rückmeldungen betrachtet, die wir erhalten haben, lässt sich sagen, dass wir dieses erste Ziel erreicht haben!

Diese Daten sind sensibel. Wie gewährleisten Sie ihre Vertraulichkeit und Sicherheit?

Gérard Pavillon: Dieses gemeinsam nutzbare Tool, das zu 100% aus Open Source-Elementen besteht, verfügt angesichts der sensiblen und vertraulichen Art der Informationen, über Benutzeroberflächen, in denen die Daten mit verschiedenen Protokollen abgesichert werden. Jouve hat verschiedene Module eingerichtet, wie z. B. das interaktive Erfassungssystem, die gesicherte Übertragung der Dateien in Referenzsysteme und die Datenwiedergabe. Diese Leistung beinhaltet eine strenge Authentifizierung über das Chipkartensystem von GIP CPS (Groupement d’Intérêt Public et Carte Professionnelle de Santé) und über eine elektronische Signatur.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Gérard Pavillon: Dieses Projekt ist ein Wegbereiter und wird zahlreiche Fortschritte zur Folge haben, wie z. B. die Möglichkeit, die von bescheinigenden Ärzten übermittelten Informationen als Bestandteil des gesundheitlichen Warn- und Überwachungssystems zu nutzen. Wir stellen ebenfalls fest, dass die Bescheinigungen von den Ärzten jetzt besser ausgefüllt werden.

Durch Nutzung dieser Anwendung und durch den Wechsel zur elektronischen Bescheinigung können wir die Erstellungszeiten von Todesursachenstatistiken verkürzen, die Qualität und die Vertraulichkeit der Daten verbessern und dabei alle Interaktionsmöglichkeiten mit dem Arzt nutzen.




	

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